Vergleich von Kreditkarten-Angeboten
Kreditkarten bieten mit einem zinslosen Verfügungsrahmen eine attraktive Möglichkeit, den eigenen finanziellen Spielraum zu erweitern. Doch da alle Beteiligten, also die Bank, der Händler und die Kartengesellschaft an den Kreditkartenumsätzen verdienen möchten, fallen bei Kreditkarten Gebühren an, die sich von Bank zu Bank sehr stark unterscheiden. Im Internet kann ein Kreditkartenvergleich von verschiedenen Anbietern helfen, einige Euro im Jahr einzusparen. Zu den wichtigsten Kriterien für einen Vergleich verschiedener Kreditkarten zählt der Jahrespreis, die Gebühren für den Einsatz der Karte im Ausland, die Gebühren für Barabhebungen und mögliche Zusatzleistungen.
Der Jahrespreis
Kreditkarten, beispielsweise von VISA oder MasterCard, gibt es direkt über Banken und Sparkassen. Karten von American Express und Diners Club können direkt bei der Kartengesellschaft beantragt werden. In der Regel setzt die Kartengesellschaft oder die ausgebende Bank den Jahrespreis fest. Die Unterschiede beim Jahrespreis schwanken zwischen 0 Euro bis über 100 Euro - in Angängigkeit von der Kartenart. Ein Sparpotenzial besteht meist dann, wenn die Kreditkarte in einem Girokontopaket kostenlos ausgegeben wird. Dann ist nur der Monatspreis für das Girokonto zu bezahlen, die Kreditkarte selbst ist gebührenfrei.
Wenn dennoch eine Jahresgebühr erhoben wird, bieten manche Banken einen Geld-zurück-Service für Kreditkarten an. Wird dabei ein bestimmter Mindestumsatz mit der Kreditkarte innerhalb eines Jahres bezahlt, erstattet das Finanzinstitut den Jahrespreis komplett oder anteilig. Vorsicht sollte man bei gekoppelten Kartenangeboten oder Aktionsangeboten walten lassen. Einige Banken werben mit einer preisfreien Kreditkarte, bei der meist nur im ersten Jahr die Jahresgebühr entfällt.
Gebühren für den Karteneinsatz
Wenn in Deutschland mit einer Kreditkarte bezahlt wird, fallen neben dem Kaufpreis keine weiteren Gebühren an. Anders sieht das im Ausland aus. In europäischen Staaten mit dem Euro als Währung sind Bezahlungen mit der Kreditkarte wie in Deutschland gebührenfrei. In Ländern, in denen der Euro keine offizielle Währung ist, wird bei jeder Bezahlung mit der Karte ein Auslandseinsatzentgelt berechnet. Das beträgt meist zwischen 1 bis 2 Prozent des Zahlbetrages. Wer viel ins Ausland reist, sollte also auf niedrige Auslandsgebühren achten.
Kreditkarten bieten auch die Möglichkeit, am Geldautomaten Bargeld in der Landeswährung abzuheben. Hier verlangen die Banken im Vergleich zur normalen ec-Karte sehr hohe Gebühren. Diese beträgt meist zwischen 2 und 3 Prozent von der Bargeldsumme, oft ist jedoch eine Mindestgebühr zu zahlen, die zwischen 5 und 10 Euro liegen kann. Bei einem Kreditkartenvergleich lassen sich einige Banken finden, die generell keine Barauszahlungsgebühr für Kreditkartenabhebungen an einem Geldautomaten berechnen und das sogar weltweit.
Extras
Bei höherwertigen Kreditkarten, beispielsweise bei Gold oder Platin-Karten, bieten die Kartengesellschaften oft integrierte Versicherungspakete an. Für viele Kunden sind die Auslandsreisekrankenversicherung und die Reiserückrittsversicherung besonders attraktiv, da sie dann nicht bei einer anderen Versicherung separat abgeschlossen werden müssen. Bei Kreditkarten mit einem Geld-zurück-Service und integrierten Versicherungspaketen kann der Karteninhaber also gleich doppelt sparen: zum einen die Jahresgebühr für die Kreditkarte und zum anderen die Versicherungsprämie.
Vor- und Nachteil Teilzahlung
Bei Kreditkarten mit Ratenzahlung sind die Inhaber sehr flexibel bei der Gestaltung ihrer Rückzahlungsmöglichkeiten. Die Kartengesellschaften verlangen dafür aber in der Regel sehr hohe Kreditzinsen, teilweise über 12 bis 18 Prozent. Ein Vergleich der Kreditzinssätze ist auch hier empfehlenswert und sinnvoll, um auch bei Teilzahlung Zinskosten zu sparen.