Kreditkartenbetrug und Prävention

Kreditkarten gelten als sicheres Zahlungsmittel, doch hört man immer mehr über Fälle von Kreditkartenbetrug oder Kreditkartenmissbrauch. Dabei werden die von Seiten der Kreditkarteninstitute - wie etwa MasterCard und VISA es sind implementierten Sicherheitsmechanismen umgangen oder auch ausspioniert.

Das bekannteste und in der Öffentlichkeit am meisten sichtbare Sicherheitsfeature ist die Unterschrift - das erste Risiko. Dieses Feature kann nur dann umgangen werden, wenn die Karte seinem Nutzer weggenommen wurde, ihm also gestohlen wurde. Lange nicht jeder Dieb ist ein Unterschriftenfälscher und dennoch wird mit gestohlenen Kreditkarten viel eingekauft. Gerade in den USA, wo das Zahlen mit Kreditkarte Gang und Gäbe ist, aber auch in Deutschland wird bei der Unterschrift von Seiten des Personals in Geschäften nicht häufig genug kontrolliert. Es ist also im ureigensten Interesse eines jeden Verbrauchers den Verlust seiner Kreditkarte umgehend zu melden - auch um die Haftung im Schadensfall zu minimieren. Die persönliche Unterschrift kann jedermann auf dem Rücken einer gängigen Kreditkarte einsehen. Auch die talentlosesten Diebe können eine Unterschrift fälschen, die aus Blockbuchstaben oder zwei unspezifizierbaren Kringeln besteht. Es ist also anzuraten sich bei der Beschriftung seiner Kreditkarte Mühe zu geben.

Das nächste Risiko beim Umgang sind die Daten auf Ihrer Kreditkarte. Im Zahlungsverkehr im Internet werden keine Unterschriften kontrolliert. Hier gibt der Kunde lediglich seine Kreditkartennummer, Name und Sicherheitscode an. Diese Sicherheitscodes sind auch auf der Karte abgedruckt - das bedeutet, dass jemand, der eine Minute lang mit Ihrer Karte alleine ist all Ihre zu finanziellen Transaktionen notwendigen Daten auf optischen Medien (Foto, Kopie) speichern oder einfach abschreiben kann. Das Herausgeben einer Karte an Kellner oder im Rezeptionisten ist gängig. Es spricht nichts dagegen hier weiter so zu verfahren, jedoch sollte sich der bewusste Konsument eine gesunde Portion Skepsis aneignen. In vertrauenswürdigen Lokalitäten sollte man ruhigen Gewissens mit Karte bezahlen, wenn man aber auch nur den kleinsten Zweifel ob der Seriösität des Lokales hat sollte man im eigenen Interesse in bar bezahlen.

Auch im Laden gilt es aufmerksam zu sein: Verschwindet ein Angestellter in einem Ladengeschäft mit der Kreditkarte in für den Kunden nicht einsehbare Räumlichkeiten, so gilt es Alarm zu schlagen.

Vorsicht geboten ist desweiteren im Umgang mit den Daten der Kreditkarte im Internet. Das Stichwort hier ist Phishing, aber auch Webshops die tatsächlich Ware liefern sind ein potentielles Risiko. Auch hier gilt das Vertrauensprinzip: Kaufen Sie am besten nur bei Firmen, denen Sie vertrauen. Es ist technisch möglich, Daten die an einem Computer eingegeben und an einen zweiten übermittelt werden, mitzulesen und zu protokollieren.
Es ist insbesondere also darauf zu achten, dass die Seiten auf denen nach den Kreditkartendaten gefragt wird veschlüsselt sind und darauf, dass die Sicherheitszertifikate nicht abgelaufen sind.

Wer diese Regeln beachtet und zusätzlich eine gesunde Fürsorge dafür trägt, dass seine Kreditkarte vor Diebstahl sicher und dass seine PIN im Geheimen bleibt (auswendig merken und nicht aufschreiben), der wird keine Probleme mit seiner Kreditkarte bekommen - und die vielen Vorteile des bargeldlosen Zahlens auskosten können.